Medizin / Pharmazie

Anthroposophische Medizin verbindet die naturwissenschaftlichen Methoden der konventionellen Medizin mit einem ganzheitlichen Naturverständnis und den geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen über den individuellen Menschen, es ist nicht nur das Ziel eine Krankheit zu beseitigen, sondern im Menschen ein Entwicklungspotenzial zu wecken, das die Krankheit nutzt, um daraus gesünder und gereifter hervorzugehen. Der Mensch soll nicht auf seine Krankheit reduziert werden und nur ärztliche Vorgaben erfüllen, sondern wird als aktiver Partner in die Therapie einbezogen.

Die anthroposophische Therapierichtung sieht im Menschen ein Zusammenspiel zwischen Körper („physischer Leib“), Leben („Ätherleib“), Seele („Astralleib“) und Geist („Ich“). Diese werden als die „vier Wesensglieder“ bezeichnet. Neben diesen Ebenen werden die Funktionsebenen Nerven-Sinnes-System, rhythmisches System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System beschrieben. Krankheiten werden als Prozesse angesehen, bei denen die Wechselbeziehungen zwischen den Ebenen nicht mehr in einem harmonischen Verhältnis zueinanderstehen. Dies geschieht unter anderem durch die Heileurythmie, Kunsttherapien (z. B. Maltherapie, Musiktherapie, Plastizieren, Sprachgestaltung), äußere Anwendungen wie Bäder, Wickel/Auflagen oder die rhythmische Einreibung, Meditationen, Ideen zur Ernährung, der Kleidung, dem Tagesablauf oder der Lebensführung.

Die anthroposophische Pharmazie versteht sich als Erweiterung und Ergänzung dieser naturwissenschaftlichen Disziplinen durch Rudolf Steiners Anthroposophie. Dazu zählt z.B. hier in Deutschalnd die WALA Heilmittel und die WELEDA.

„Ein Heilmittel ist von der Natur veranlagt und vom Menschen durch Einsicht zu Ende ­gebracht.“

Paracelsus (1491 – 1541) auf die Frage, was denn ein Heilmittel sei.